[Review] Vargsheim - Weltfremd



    "Weltfremd", so nennt sich das Debutalbum der Black Metaller aus Bayern, VARGSHEIM. Der ein oder andere wird die Jungs vielleicht von ihren Liveaktivitäten bei IMPERIUM DEKADENZ kennen. So dürfte es nicht verwunderlich sein, wenn "Weltfremd" einen ähnlichen Weg einschlägt...? Wird sich zeigen, also los gehts:


    Eingelegt und auf den Playknopf gedrückt, und schon beginnt der Opener "was mich leben lässt" Eingeleitet durch einen langen Trommelwirbel, beginnt das Geshredder. Die ersten paar Sekunden erinnerten mich stark an MONDSTILLE. Der Sound ist druckvoll, aber auch nicht zu sauber - Hierfür schonmal einen Pluspunkt. Was auffällt ist, dass die Band sehr abwechslungsreich, teilweise schon fast progressiv zu Werke geht. Rockige Riffs wechseln sich mit Bass Soli und Atmosphärischem Geknüppel ab. Bei Nummer 3, dem Titeltrack kann man direkt zu Beginn die ersten Parelellen zu IMPERIUM DEKADENZ erkennen, die sich durch akustische, warm klingende Zwischenstücke bemerkbar machen. Das für meinen Geschmack etwas lang gezogene Stück, mündet in dem Akustikintermezzo "Fern der Heimat". Angenehme Neofolkklänge verwöhnen das Ohr und bringen Abwechslung in die Bude, ehe es mit "wenn sich unsere Klingen Kreuzen" wieder schwarzmetallig zu Werke geht. Auch hier fällt auf, dass das Stück wieder an der Acht Minuten Marke kratzt. Auch wenn die Lieder keineswegs eintönig oder unabwechslungsreich sind, ab und an wird´s doch leicht langweilig. Das selbe gilt auch für Lied 6, welches ohne Vocals aufgenommen ist. Apropop Vocals - Der Gesang auf dem Album klingt überwiegend roh, rockig und aggressiv.

    Unterm Strich bleibt zu sagen, dass VARGSHEIM mit ihrem Debut "Weltfremd" einen guten Eindruck hinterlassen. Fans von Rockigem Black Metal sollten sich die Band auf jeden Fall zu Gemühte führen, aber auch Anhänger von Imperium Dekadenz können mit der Scheibe nichts verkehrt machen.

    Anspieltipps:

    - Nicht um zu sterben
    - Weltfremd
    - Fern der Heimat
    - Vargsheim


    Tracklist:

    01. Was mich leben lässt
    02. Nicht um zu sterben
    03. Weltfremd
    04. Fern der Heimat
    05. Wenn sich unsere Klingen kreuzen
    06. Wolfentod - Vom Kampf im Dasein
    07. Dein Ende
    08. Vargsheim

    Besetzung:
    Harvst - Bass, Vocals (Imperium Dekadenz)
    Kaelt - Guitars, Vocals (Imperium Dekadenz)
    Naavl - Drums

    ( Thyrm - www.ginnungagapmetal.de )