[Review] The Austrasian Goat - Stains of Resignation



1. Even in Uneven
2. A Liquid Manure of Guilt
3. The Arsons of Pride
4. Arrheton
5. Voice of Aenima
6. Hands
7. No Crowd Will Be Mine
8. Diseducation
9. Miles From Anywhere
Gesamtspielzeit: 64 Minuten


Ich bin begeistert. Einfach nur zutiefst beeindruckt, komplett hin und weg. Der Grund dafür? Das seit September 2010 erhältliche Zweitwerk von The Austrasian Goat, "Stains of Resignation".
Doom Metal, Ambient, Black Metal, Drone, sogar Folkelemente beinhaltet die Musik von Julien Louvet. Soweit nichts Besonderes, die Ambient-Black-Metal-Klientel wird regelmäßig mit mehr oder (meistens) weniger hörbaren Veröffentlichungen regelrecht überschwemmt.
"Stains of Resignation" jedoch ist einer dieser eiskalt glänzenden, pechschwarzen Diamanten, der aus dem grauen Einheitsbrei hervorsticht und dermaßen zu begeistern vermag, dass er einen immer wieder zu den Kopfhörern greifen lässt um noch einmal in diese Tiefe einzutachen und alles um sich zu vergessen.
Die Produktion des Albums ist alles andere als glasklar, aber auch weit davon entfernt zu verwaschen zu klingen. Genau passend für diese rituelle Art von Musik eben, auch nach dem zehnten Durchlauf lassen sich noch neue Details entdecken.
Sämtlichen Instrumenten wird genug Platz eingeräumt, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Das Ganze klingt ziemlich basslastig und höhenarm, was den Gitarren eine "warme" Note verleiht.
Von schleppenden Songs an der Grenze zum Funeral Doom und reinen Folk-Stücken bis hin zu verbissenen, aggressiven Black Metal-Brechern über den Einsatz von Saxophon, Cello und Violine wird hier konstant für Abwechslung gesorgt. Die sehr unterschiedlichen Einflüsse, die Louvet verarbeitet, bilden ein homogenes Ganzes. Selbst ein reines Folk-Stück wirkt nach dem Gedröhne der anderen Songs nicht fehl am Platz, sondern fügt sich gut ins Gesamtbild und gibt dem Album eine weitere Facette.

Es verbittet sich, hier näher auf einzelne Songs einzugehen. Das ganze Album durchzieht ein roter Faden, den man nicht durchtrennen sollte. Das ist meiner Ansicht nach einfach Musik, die nur auf Album-Distanz wirklich wirkt.

"Stains of Resignation" hat einfach eine unheimliche Bandbreite, wird auch nach zig Durchläufen nicht langweilig und zwingt mich gerade schon wieder, die Nadel Richtung Vinyl zu bewegen und noch einmal in diesen schwarzen Abgrund einzutauchen.

Apropos Vinyl, wer Lust auf diese Scheibe bekommen hat, sollte sie sich dringend in der schmucken Doppel-Vinyl-Variante besorgen.

9/10

( DödensEvangelium - www.ginnungagapmetal.de )
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