[Review] Grabfinsternis - Wahn

Grabfinsternis ist eine 2007 gegründet Black Metal Band aus Karlsruhe.
Ihre erste Demo Wahn wurde dieses Jahr veröffentlicht. Hier die Rezension zu der Platte, Viel Spass beim Lesen.





"15 Minutes of Death and The Devil, War and Delirium from Germany", so wirbt das Label Black Mass Productions für die erste Demo der Karlsruher Black Metal Band "Grabfinsternis". Gespannt, ob mich das auch wirklich erwarten würde, begann ich mit dem ersten Hörgang. Die Angst, dass ich es hier mit
einer weiteren 08/15 Kellerdemo zu tun habe, ist eigentlich schon nach
den ersten Sekunden verflogen. Der Sound bollert überraschend gut aus den Boxen. Ruhig und bedrohlich beginnt das erste Stück "Grabfinsternis", ehe es in melodischem Gitarrengeshredder und thrashigen Blastbeats mündet.
Die ersten Minuten gehen eigentlich direkt sehr gut ins Ohr, das Stück ist abwechslungsreich und die Melodien schaffen eine düstere Atmosphäre. Was mir vorallem sehr gut gefällt, ist der schnelle, aber trotzdem gut verständliche Gesang.
Die Aussprache erinnert mich stellenweise an die alten Eisregen, meines Erachtens ein großer Pluspunkt. Lied Nummer Eins hinterlässt eine durchweg positiven Eindruck, weiter gehts also mit Nummer zwei, "Thron aus Furcht". Eingeleitet durch einen Schrei, gehts hier gleich zur Sache. Die Drums überzeugen mit Abwechslung und gekonnt eingesetzten Doublebass Passagen. Nur die schnelleren Blasts wirken teilweise etwas "steif" meiner Meinung nach. Bei diesem Stück kommt der oben angeprießene "Hass" besonders gut zur Geltung. Wieder gelingt es der Truppe eingängige Melodien zu erschaffen,
die gepaart mit dem markanten Gesang sofort im Ohr bleiben. Weiter gehts mit dem dritten und gleichzeitig letzem Stück, dem Titeltrack "Wahn". Beginnend mit einem düsteren Riff steigert sich der Titel bis der Doublebass
losdonnert. Die Stelle, bei der der Gesang einsetzt, und eigentlich alles darauf folgende ist meiner Meinung nach der Höhepunkt der Scheibe.
Sägende Gitarren und hasserfülltes Gekrächze, wie man es eigentlich von einer Debutdemo nicht zu erwarten vermag. Erinnert mich irgendwie an eine Mischung zwischen Mondstille und Taake.

Nach 15 Minuten Spielzeit ist die Demo zu Ende. Und was bleibt zu sagen? Es bleibt ein durchweg Positiver Eindruck, und auch ein Stück weit Überraschung, dass eine Demo schon so ausgereift und eigen klingt. Jeder Fan schwarzmetallischer Musik, sollte sich diese Demo auf jeden Fall anhören.




Spielzeit: 14:48 min

Tracklist:
01 - Grabfinsternis
02 - Thron aus Furcht
03 - Wahn

Line-Up:
Schynderhannes - vocals
Jervas - drums
E.H. Pestbeule - lead guitar
Refaim - rhythm guitar



Hörproben: http://www.myspace.com/grabfinsternis


( Thyrm - Ginnungagapmetal.de )
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