[Review] Debauchery - Torture Pit

    Genre : Death Metal




    DEBAUCHERY haben ja bekanntlich das Image, die AC/DC des Death Metals zu sein.
    Eine solche Aussage ist immer etwas differenziert zu betrachten. Ich werde später noch einmal auf diesen Punkt zurück kommen, doch nun zum Wesentlichen, die dritte Veröffentlichung der blutrünstigen Schwaben : Torture Pit.

    Ist das ein Spaß ! Zwei widerlich humanoide Kreaturen ! Ja hey, was macht denn der eine da im Fleischerhemd ? Ach, er nimmt eine gefesselte Frau aus. Und das an einem Ort der wohl
    jenen "Tortue Pit" darstellen soll. Die Gore-Fanatiker mögen sich kaum halten können.
    So, blutrünstig wie sich das Coverartwork gibt klingt auch die Musik.
    Der Opener (zugleich Titeltrack) ist eine eingängige Nummer, mal Mid-Tempo, ab und an auch etwas schneller. Der Nachfolger "Butcherman" schlägt in die gleiche Kerbe.
    Bevor man sich versieht ist man dann auch schon bei "Meatgrinder" angekommen.
    Die sechs Lieder dazwischen gehen irgendwie unter, das liegt zum Einen daran, dass
    dieser Track ultra-brutal, schnell und fies ist, zum Anderen daran, dass, die vorangegangenen
    Tracks sehr belanglos und gleich klingen. Überhaupt gewinnen DEBAUCHERY trotz der
    Hymnen wie "Blood for the Bloodgod" ( Von "Rage of the Bloodbeat" 2004) erst im Hochgeschwindigkeitsbereich an Fahrt- und Zugkraft, man höre "Carnival Carnage".
    Zum Schluss des Albums übt man sich in Epik und zeigt mit "Decadent Depravity Of The Dead", wie schleppender Death Metal mit Keyboard und Piano klingt... gewöhnungsbedürftig
    aber nicht zwingend schlecht. Alles in Allem ist "Torture Pit" eine Runde Sache und brutal
    dazu, auch wenn beim Hören immer wieder SIX FEET UNDER durchschielen. Doch im Gegensatz zu den Amerikanern um Growl- und Grasguru Chris Barnes klingen DEBAUCHERY noch recht frisch. Wären beide Bands Lebensmittel würde Ich sagen SIX FEET UNDER gleicht einem zu lange gebratenem Stück Fleisch, DEBAUCHERY sind
    da eher noch nicht ganz aufgetaut. Das merkt man an eher unkonventionellen Ideen, wie einem wirklich sehr gutem klassischen Gitarren Solo in "Death Metal Warmachine", welches von Akkustik Gitarren begleitet wird.

    Das lyrische Konzept der Band möchte Ich mit Querverweis auf die Song-Titeln hiermit ab
    haken. Technisch läuft das Ganze sauber über die Bühne und die gelungene Produktion bläst alles Weg.

    Zum Ende komme Ich jetzt auf das AC/DC Image zurück.
    Es gelingt der Band recht gut es ihren Vorbildern gleich zu tun, zumindest wenn man sich die
    Veröffentlichungsspanne ansieht : von 2003 bis 2009 veröffentlichte man sechs Studio Alben.
    Allerdings mangelt es an einigen viel wichtigeren Eigenschaften wie Eigenständigkeit oder
    Hit-Dichte. Von mir sei ans Herz gelegt : Qualität statt Quantität.


    Anspieltipps :
    - Meat Grinder
    - Carnival Carnage
    - Death Metal Warmachine


    Erscheinungsjahr : 2005


    Label : Black Attakk Records



    Haaska


    5,5 / 10 Punkte !