[Review] Belphegor - Bondage Goat Zombie

Genre : Death Metal , Black Metal



Anno 2008 , 15 Jahre hat das Österreichische Knüppel-Kommando BELPHEGOR um Helmuth schon auf dem Buckel.
Der neue Longplayer ( Nr.8 ) hört auf den Namen "Bondage Goat Zombie" und ist
über Branche Riesen Nuclear Blast erschienen.
Ich werde eine Song-by-Song Bewertung durchführen , da sich die
Qualität der einzelnen Tracks teilweise stark unterscheiden.

1."Bondage Goat Zombie": Kurzes Intro mit Kirchenglocken und anderen Samples.
Dann Blastgewitter und eine unheilvolle Melodie. Der Gesang bei diesem Stück
wird in Englisch als auch in Latein und Deutsch abgehalten. Im allgemeinen
eine Nummer ohne größere Schwächen im Uptempo Sektor. Einzig die Glockensamples im Refrain gehen auf den Sack.

4 Punkte


2."Stigma Diabolicum": Fängt mit einer nichtssagenden und Melodie an , welche
von jeder x-Beliebigen Band stammen könnte. Leider verläuft das ganze Lied
auf diese Weise : zäh , altbekannt und unteres Mittelmaß.

2 Punkte


3."Armageddon`s Raid": Akkustisches Intro , wie zu erwarten dann ein
derbes geblaste mit verzerrten Tönen. Sehr Black Metal lastig. Dann wird
man angenehm durch Groove und Rythmenwechsel überrascht. Ein paar Lead Gitarren ,
mehr gibts dann aber auch nicht. Schade.

3 Punkte


4."Justine:Soaked in Blood": Gekonntes Riffing sehr Death-lastig. Gute Strukturen , hier
macht sich dann wieder bemerkbar , dass man es mit erfahrenen Musikern mit Händchen für gutes Songwriting zu tun hat. Wie schon zuvor fällt der Refrain eher schleppend aus.

3 Punkte


5. "Sexdictator Lucifer": Wie schon am Titel erkennbar , handelt es sich diesmal mehr
um das Thema "Sex/Qual/Wollust/BDSM" als je zuvor. Das kommt bei diesem
deutschsprachigen Song 100% zur Geltung. Wo der Text eher einem Totalausfall
gleicht besticht die Musik durch puren Groove einem echt fiesem Riffing.
Eindeutig einer der Höhepunkte dieses Albums !

5 Punkte


6."Shred for Satan": Eine wirklich lahme Nummer mit klischeebehaftetem und ausgelutschtem Text. Musikalisch könnte es sich hierbei um eine durchschnittliche DARK FUNERAL Nummer
handeln. So zimlich das mieseste Stück der Platte.

1 Punkt


7."Chronicles of Crime": So hat ein guter Black/Death Song zu klingen ! Zwar könnte die
Hauptmelodie auch von einer aktuell sehr erfolgreichen Death Metal band aus den Staaten stammen welche sich mit dem Thema "Agypten" befasst und sich nach einem fließenden Gewässer bennant hat , aber da sehe ich jetzt mal aufgrund des guten Gesamteindrucks hinweg. Es ist auf das gute Solo hinzuweisen das hier zu hören ist! Einzige Schwäche: vielleicht etwas vorhersehbar. Hier also Höhepunkt Nummer 2.

5 Punkte


8."The sukkubus Lustrate": Eine sehr schleppende Nummer mit teilweise klarem Gesang (!).
Anfangs etwas ungewohnt doch nach mehreren Durchgängen respektabel und ausbaufähig.
Das sind Ansätze die zu begeistern wissen. Auch hier wieder Englisch-Deutsche Lyrics.


3 Punkte


9."Der Rutenmarsch": Stellt quasi die Fortsetzung von "The sukkubus Lustrate" dar.
Sehr langsam und melodisch. Eine tragische und klagevolle Grundstimmung.
Dann auch wieder klarer Gesang. Rein Instrumental erinnert der Titel an
CRADLE OF FILTH nur eben ohne Keyboard gedudel.
Ungewohnt aber nicht Übel.

4 Punkte



Es bleibt noch zu Sagen , dass mir die Produktion zu klinisch und sauber klingt ,
was den dreckigen veruchten Charakter des Albums und Konzepts definitiv nicht
unterstreicht. Hierfür vergebe ich 1,5 von Möglichen 2,5 Punkten.
Das mMn wie so oft gelungene Cover-Artwork erhält gibt die hier von mehr
gestellte volle Punktzahl von 2,5 Punkten. Klarer Abzug noch bei den wriklich oft
versemmlten Texten. Es mag im Auge des Betrachters liegen , was BELPHEGOR hiermit
zum ausdruck bringen wollten für mich ist es nur plakativ und klischeehaft.
Da aber die Mischung Englisch/Deutsch/Latein den charakter der Musik gut unterstreicht
gibts 1 Punkt von Möglichen 2,5.

Das Fazit ist ernüchternd , vieles ist zu vorhersehbar und lässt sich auch durch technische Perfektion nicht wett machen. Gute neue Ansätze zeigen BELPHEGOR durch
schleppende und Groovende Passagen und die Einflechtung mehrer Sprachen in einen
Song.
Im Schrank muss man "Bondage Goat Zombie" sicher nicht stehen haben.
Vorallem angesichts der Konkurrenz aus Polen (BEHEMOTH) oder Schweden (NECROPHOBIC) sollten BELPHEGOR dringend anstrengen um über die nächsten Jahre nicht auf der Strecke zu bleiben.

35 von 52 Möglichen Punkten.


Anspieltipps:

-Bondage Goat Zmbie
-Sexdictator Lucifer
-Chronicles of Crime
-Der Rutenmarsch


Erscheinugnsjahr : 2008
Label : Nuclear Blast


Line-Up:

Gesang, Gitarre: Helmuth
Gitarre: Sigurd
E-Bass: Serpenth (seit 2006)
Schlagzeug: Torturer (Sessiondrummer)


HAASKA

6,5 Punkte !
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