[Festivalbericht] Party.San Open Air 2012

Zum mittlerweile 18. Mal öffnete das Party.San Open Air seine Pforten. Das Reiseziel vom 9.-11.August hieß zum zweiten Mal Schlotheim. Man trauert ja immer noch Bad Berka hinter her, aber für so ein Festival muss die Location sicher sein.
Nun gut…das Wurfzelt war schnell „aufgeworfen“ und die ersten Dosen geöffnet. Leider gab es eine längere Wartezeit beim Einchecken. Diese Gelegenheit im „Stau“ nutzten wir, um schon die Bändchen zu holen.

Dadurch schaffte ich es gerade noch so, um nicht DEAD CONGREGATION zu verpassen. Diese Band wollte ich sehen und hören, aber mehr als sehen war da nicht. Ein missglückter Auftakt für die Technik, denn der Sound war miserabel. Das war ärgerlich und peinlich, weil man ja 2h Soundcheck hatte. Zum Glück wurde der Sound von Band zu Band besser. Zu den Griechen kann ich leider nicht viel sagen, weil man nichts gehört hat.



Anschließend folgte IN SOLITUDE. Laut Beschreibung Occult Heavy Metal. War auf jeden Fall nicht mein Geschmack, denn das einzige was Occult war, ist der Fuchs um seinen Hals gewesen…
Die erste Gelegenheit, um die Stände abzuklappern.



Danach betraten NECROS CHRISTOS die Bühne und lieferten einen guten Auftritt ab. Den Männern aus Berlin sollte man mehr Gehör schenken!

Nun folgte das erste Highlight mit NIFELHEIM. 2006 habe ich sie ebenfalls schon auf dem Party.San gesehen und die Schweden haben sich nicht verändert. Sie kamen genauso raus, wie damals und überzeugten ebenfalls wie damals. Einfach nur göttlich. Daraufhin ein BLACK EVIL!!!



VALLENFYRE, SOLSTAFIR und SODOM hörte ich mir neben bei an, denn man musste sich auch mal stärken und mit Bekannten quatschen. Aufgefallen ist mir aber mal wieder, dass SOLSTAFIR nicht auf ein Festival passt. War wirklich einschläfernd und höre ich mir lieber in einem Club an.

Die Zeit für den ersten Headliner des Party.San Open Airs war gekommen und somit war es Zeit für BOLT THROWER. Einige meinten, dass es doch schändlich sei, wenn man die schon am Donnerstag verbrennt. Ich meine nur, IMMORTAL und BEHEMOTH! BOLT THROWER waren ok, aber dieser Death Metal überzeugt mich nicht. Außerdem sieht man sie auch zu oft. Ich ging vorzeitig, denn das Bier wartete schon.



Der nächste Tag brach heran und man quälte sich langsam aus dem Zelt und aufs Dixi. MALIGNANT TUMUOR, ASSAULTER und IRON LAMB ließ ich sausen und betrat das Geländer erst wieder zu GOSPEL OF THE HORNS. Die Australier wussten zu überzeugen und waren ein super Einstieg für den Freitag.



ENTRAILS, SKALMÖLD und GENERAL SURGERY waren eine gute Unterhaltung zum Stärken und plauschen.



Etwas Neues durfte man dieses Jahr bewundern. Es wurde eine Tentstage im Zelt aufgebaut für Underground-Bands, welche in den Umbaupausen spielten. Das war nicht nur eine super Idee sondern hebt das Party.San einfach von den anderen großen Festivals ab. Viele haben bedenken, dass diese Tentstage bald als große zweite Bühne genutzt wird, aber das erstickte Mieze im Keim – Gut so!
VIVUS HUMARE waren die erste Band auf der Tentstage. Black Metal aus Jena stand auf dem Spielplan. Unglaublich! Davon hätten sich andere Bands etwas abschneiden können. Ein klasse Auftritt. Leider hört man noch nicht viel von den Jungs, aber ich hoffe, dass ändert sich bald. Behaltet diese Truppe im Auge – Interview wird folgen!



Danach schaute ich mir DARK FORTRESS an. Ich habe sie früher sehr gern gehört und die älteren Scheiben laufen auch noch im Player. Der Stilwechsel trifft aber nicht meinen Geschmack und somit war der Auftritt eher schwach. Vor allem, wenn man vorher einen super Auftritt einer unbekannten Band gesehen hat.



IMMOLATION und GHOST BRIGADE folgten, aber nahm ich nur nebenbei wahr – Verpflegung. Danach huschte ich wieder ins Zelt zur Tentstage, denn dort sollte die zweite Black Metal Band spielen. HARADWAITH aus Leipzig. Gefallen haben sie allerdings nicht.



Mit vollem Bierbecher und dicken Eiern ging es zu NILE. Dicke Eier und was für dicke – einfach genial. So etwas habe ich erwartet und dies bekam ich auch. Es wurde keine große Show geliefert, was leider etwas fehlte, aber dieses geknüppel tat sein Übriges.



Jetzt war Zeit für die absolute Extravaganz und das absolute Highlight. IMMORTAL sollten 23:15 beginnen, doch das verzögerte sich leicht. Danach stand der Show von Abbath aber nichts mehr im Wege. Einfach nur Atemberaubend! Die Setlist hätte nicht besser sein können. Alle Klassiker waren enthalten, sowie auch Lieder aus sehr vergangenen Tagen. Wer das verpasst hat ist selber schuld! Was diese drei Norweger auf der Bühne veranstalteten ist keiner Lobeshymne würdig. Perfekt!



Der nächste Morgen folgte und man war noch vollkommen von IMMORTAL gefesselt, aber das nächste Highlight stand an – „GrindSamstag“ um Punkt 12Uhr! Diesmal mit RECTAL SMEGMA. Das zergeht einem auf der Zunge…haha. Dafür lohnt es sich aufzustehen und zur Bühne zu torkeln. Geil, geil, geil und nächstes Jahr bitte mehr!



TRASH AMIGOS fetzten ebenfalls und trugen zur guten Stimmung bei. Corpsepaint und Ponchos – Mexiko! Nein die Jungs sind aus Schweden.



CATTLE DECAPITATION waren mir anschließend etwas zu technisch. Es ist zwar genial anzusehen, aber nichts für meine sensiblen Ohren.
NOCTE OBDUCTA folgte. Ähnlich wie bei SOLSTAFIR – passen für mich nicht auf ein Festival. Ist für mich auch eher eine Club-Band. Trotzdem war der Auftritt in Ordnung und die Ansagen amüsant.



Danach spielten ARCHGOAT einen blutigen Auftritt. Live konnten sie mich aber nicht ganz überzeugen. Trotzdem war es ein guter Vorbote für RAGNAROK. Die kamen aber noch nicht, weil sie sich verspäteten. Nicht das sie wie letztes Jahr EXHUMED nach Bad Berka gefahren sind?



WARBRINGER waren an der Reihe und der Panzer rollte übers Festivalgelände.



Anschließend waren RAGNAROK an der Reihe. Ein gelungener Auftritt und ein hübscher Gitarrist. Tut das nicht weh, wenn man sich die ganze Zeit ein umgedrehtes Kreuz in Kinn hämmert? Jedenfalls hat es auch dem ganz kleinen Publikum gefallen.



TOXIC HOLOCAUST, INCANTATION und INSOMNIUM mussten der Verpflegung weichen.

Nun ging es zum letzten Mal vor die Tentstage, denn der Headliner der Underground-Bands spielte. VENENUM wird aber nicht mehr lange Underground bleiben, denn das ist ganz großes Kino. Ich hatte sie bereits dieses Jahr schon gesehen und sie bestätigten ihre Leistung erneut. Ein gelungener Abschluss für die Undergroundbühne.



TANKARD versprach Freibier, aber nichts geschah – enttäuschend!
Auch NAGLFAR waren eher enttäuschend, aber vielleicht liegt es auch daran, dass man sie schon öfters gesehen hat.

Die trat nicht für BEHEMOTH zu. Denn was jetzt folgen sollte wird man noch seinen Enkeln erzählen. Erbarmungslos-, abartig-, größenwahnsinnig-Geil! Was für eine Show! Was für eine Setlist! Was für ein Auftritt! Und deshalb wiederhole ich mich: Was hätten hier BOLT THROWER zu suchen? Was die Polen ablieferten war erste Sahne und eine Steigerung zu 2008. Unfassbar und ein würdiger Abschluss! Danke das DEICIDE nicht gespielt haben!



Alles in Allem war 2012 eines der besten Party.San Open Airs, welches ich bestaunen durfte. Tolle Bandauswahl, nette Nachbarn, wie immer geiler Crêpes-Stand, nette Secs, Tentstage und gutes Thüringer Bier. Was will man mehr? Macht auf jeden Fall Lust auf 2013!



( Heimdall – www.ginnungagapmetal.de )
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